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Oberbadisches
Volksblatt 6. Oktober 2003
Prof.
Hofstätter würdigt die Skulptur
Weil am Rhein-Haltingen
(sif).
"Ein echter Goering", befand Professor Dr. Hans H. Hofstätter,
Fachbeirat der Kunststiftung der Sparkasse. Es sei trotzdem der Jury nicht
leicht gefallen, unter fünf sehr guten Entwürfen von hoher Qualität
sich für diesen zu entscheiden. Was Goering geschaffen habe, sei
eine großartige Leistung, würdigte Hofstätter dieses Kunstobjekt
aus Beton, das bei aller Schwere Leichtigkeit demonstriere. Die beiden
drei mal drei Meter großen, leicht versetzten Quadrate bieten viele
Deutungsmöglichkeiten (wir berichteten in unserer Donnerstagsausgabe).
Prof. Hofstätter verglich sie mit einem Ehepaar und wies auch auf
die Eignung der Skulptur als Kulisse für Hochzeitspaare, die nach
der Trauung im Rathaus Fotos machen. Übrigens: Wie trefflich sich
diese Rahmen dafür eignen, das hat als einer der ersten der Haltinger
Ortschaftsrat Felix Rieger erlebt, der vor zehn Tagen Hochzeit feierte.
"Die Haltinger haben Mut bewiesen", sagte Hofstätter, der
die Skulptur als "hervorragend gelungen" bezeichnete. Sie sei
nicht nur ein Angelpunkt, sondern ein neues Wahrzeichen im Haltinger Ortskern.
Oberbadisches
Volksblatt 6. Oktober 2003
Das
Kunstobjekt 'Paar' soll zur Auseinandersetzung anregen
Geschenk der
Sparkasse Markgräflerland an Haltingen: Skulptur von Bernd Goering
Weil am Rhein (sif). Zwei Rahmen aus Beton als überzeugendes Formspiel
mit inhaltlicher Dimension - so präsentiert sich das Kunstobjekt
im Haltinger Ortskern, das zum neuen Blickfang geworden ist. Der renommierte
Künstler Bernd Goering hat es geschaffen.
Unter
großer Beteiligung der Bevölkerung wurde trotz regnerischem
Wetter am Samstag die von der Stiftung der Sparkasse Markgräflerland
finanzierte Skulptur mit dem Namen "Paar" offiziell übergeben.
Und trefflich war auch die musikalische Umrahmung: Der bekannte Musiker
Hans Kolz spielte, in den beiden Rahmen stehend, mit seinem Saxophon zwischen
den einzelnen Redebeiträgen ausgezeichnete Blues- und Swing-Rhythmen.
Ortsvorsteher Christoph Huber erinnerte nicht nur an die Vorgeschichte
dieses Platzes gegenüber dem Rathaus, sondern auch an Überlegungen
Haltinger Bürger im Rahmen des Stadtteilentwicklungskonzeptes, diesen
Platz aufzuwerten. Die Freien Wähler hätten dann vor zwei Jahren
diesen Vorschlag aufgegriffen. Huber dankte der Sparkasse Markgräflerland,
die durch die Direktoren Georg Belle, Ulrich Feuerstein und Peter Blubacher
vertreten war, dass erst die Stiftung Kunst und Kultur die Anschaffung
dieses Kunstobjektes für Haltingen ermöglicht hat.
"Keine städtischen Mittel wurden deshalb benötigt",
betonte Huber, der auch den Beitrag des Haltinger Ingenieurbüros
Gerhard Schmidt und der Firma Hemmerle hervorhob. "Ich freue mich
über das Ergebnis, der Interpretation sind keine Grenzen gesetzt",
sagte Huber zu Goerings Kunstobjekt, das zu einem Ort der Begegnung und
der Auseinandersetzung werden solle.
Georg Belle, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Markgräflerland,
beleuchtete kurz den Zweck der Stiftung, aus deren Ertrag jährlich
Kunst und Kultur gefördert wird. "Dieses Jahr war Haltingen
dran", betonte Belle mit dem Hinweis, hier eine Sparkassenfiliale
mit einer guten Entwicklung zu haben. 20 000 Euro kommt aus der Stiftung
für die Skulptur, außerdem übernimmt die Sparkasse auch
das Fundament in Höhe von 3 500 Euro.
Belle würdigte die Zusammenarbeit mit dem Künstler Bernd Goering
und bezeichnete den Standort gegenüber dem Rathaus als passend. Dort
erzeuge das Kunstwerk eine hohe Aufmerksamkeit. Kunst und Kultur zu fördern
sei eine wichtige Aufgabe, denn beides bereichere das Leben, sagte der
Sparkassenchef.
Bernd Goering bezeichnete das Kunst-Engagement der Sparkasse Markgräflerland
in der Region als einzigartig. Auch das Engagement von Ortsvorsteher Christoph
Huber ("es war ihm ein Stück Herzensangelegenheit") würdigte
Goering, ebenso die gute Arbeit aller Beteiligten. Der Künstler wünscht
sich nun eine anregende Auseinandersetzung mit dem Werk. "Wenn nicht
viel darüber geredet wird, dann hätte man auch ein Blumenbeet
auf diesen Platz pflanzen können", sagte Bernd Goering.
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Badische
Zeitung vom Montag, 6. Oktober 2003
Man
sieht und darf ahnen
Inmitten
eines Platzes ein Kunstobjekt, zusammen etwas Neues
WEIL AM RHEIN-HALTINGEN
(db). Kaum mehr wiederzuerkennen ist der ehemalige Parkplatz gegenüber
des Haltinger Rathauses. Dort wurde in den letzten Wochen ein Ort der
Begegnung und des Verweilens, eine begehbare Grünflache, geschaffen
und mit einem modernen Kunstobjekt bereichert: zwei Rahmen, je drei auf
drei Meter groß, die sich zueinander neigen Am Samstag wurde die
Skulptur von Bernd Goering, einem in Egringen lebenden freischaffenden
Künstler, übergeben und gleichzeitig der neu gestaltete Rathausplatz
eingeweiht.
Ob man es als Symbol der Zweisamkeit für die Beziehung zwischen Stadt
und Ortsteil oder eher zwischen Oberdorf und Unterdorf ansieht - das Kunstwerk,
das von der Stiftung für Kunst und Kultur der Sparkasse Markgräflerland
gespendet wurde, lässt vielerlei tiefgründige Interpretationen
zu. Für die Realisierung des Objekts und die Platzgestaltung sind
keine öffentlichen Mittel verwendet worden, das stellte Ortsvorsteher
Huber heraus. Er richtete seinen Dank an den Stiftungsrat der Sparkasse
Markgräflerland, an den Kunsthistoriker Professor Hans Hofstädter
von der Universität Freiburg, der das Projekt beratend begleitete;
er dankte der Jury sowie den ausführenden Handwerkern, dem Statikerbüro
Schmidt, der Firma Hemmerle und natürlich dem Künstler, der
"mit stoischer Ruhe der Aufgeregtheit des Ortsvorstehers" begegnet
sei.
"Es ist eine große Aufgabe, die Kunst der heutigen Zeit auch
für künftige Generationen zu erhalten und zu erschließen",
erklärte Direktor Belle das Engagement der Sparkasse Markgräflerland.
Fünf Künstler hatten sich an der Ausschreibung beteiligt, aus
der schließlich Bernd Goering als Sieger hervorging. 1998 war er
bereits Preisträger des ebenfalls von der Sparkasse gestifteten Markgräfler
Kunstpreises.
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