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Das Konzept
 
Fotos vom Aufbau
 
Die offizielle Übergabe
Weiler Zeitung vom 20. August 2003:
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Eingerahmt vom neuen Kunstobjekt in Haltingen (von links): Professor Hans H. Hofstätter, Oberbürgermeister Wolfgang Dietz, der Künstler Bernd Goering, Sparkassendirektor Georg Belle, Ortsvorsteher Christoph Huber und Kulturamtsleiter Tonio Passlick. Foto: Siegfried Feuchter

 

Dank Sparkasse Kunstobjekt von Bernd Goering in Haltingen


Weil am Rhein (sif). Ein überzeugendes Formspiel mit inhaltlicher Dimension - so charakterisierte Prof. Hans H. Hofstätter gestern die Skulptur von Bernd Goering, die auf dem Platz gegenüber dem Haltinger Rathaus aufgestellt wurde. Die Sparkassenstiftung hat dieses Kunstobjekt ermöglicht.

Zwei Rahmen aus Beton prägen künftig den Platz gegenüber dem Rathaus, der neu gestaltet wird. Aus einem Ideenwettbewerb, an dem sich fünf Markgräfler Künstler beteiligten, ging Bernd Goering aus Egringen einstimmig als Sieger hervor. Die 1988 zur Förderung von Kunst und Kultur gegründete Stiftung der Sparkasse Markgräflerland, aus deren Erträge jährlich 50 000 Euro für Kunst und Kultur ausgeschüttet werden, erklärte sich bereit, die Skulptur mit 20 000 Euro sowie den notwendigen Sockel mit 3500 Euro zu finanzieren.
"Dieses Jahr war Haltingen an der Reihe", sagte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Georg Belle, der sich darin mit Oberbürgermeister Wolfgang Dietz nach einem Gespräch einig war. Dies zumal, da Haltingen der größte Ortsteil im Geschäftsgebiet der Sparkasse ist. Belle freute sich auch, dass mit Bernd Goering, ein Gewinner des von der Sparkasse ausgelobten Markgräfler Kunstpreises (1998), den Zuschlag bekommen hat. Auch OB Dietz bekräftigte in seinem Dank an die Sparkasse: "Ein Kunstwerk für Haltingen war an der Zeit."
Bernd Goering erzählte, wie es zur Idee für diese Skulptur kam. In Gesprächen mit Ortsvorsteher Christoph Huber hatte er erfahren, dass auf diesem Platz früher ein Bauernhaus stand, in dem als Nebenerwerb auch Schüttsteine und Fensterbänke aus Beton angefertigt wurden. Dieser historische Bezug bewog ihn, aus Beton etwas zu machen. Als er dann noch erfuhr, dass sich heute nach den standesamtlichen Trauungen auf dem Platz gerne Brautpaare fotografieren lassen, entschloss er sich, dem Ganzen einen Rahmen zu geben. "Ich hoffe, die Haltinger haben viel Freude daran und das Kunstwerk erhöht die Aufenthaltsqualität", sagte Goering, der auch der Firma Bächle aus Eimeldingen für die gute Arbeit beim Aufstellen der Skulptur dankte, während die jeweils drei Tonnen schweren Betonrahmen von der Firma Birkenmeier aus Breisach angefertigt wurden.
Dass dies der Fall sein wird, davon ist Prof. Hofstätter, Fachbeirat in der Kunststiftung der Sparkasse, überzeugt. Er ging kurz auf die formalen und inhaltlichen Aussagen ein und bezeichnete den Rahmen für Hochzeitspaare und als Kulisse für Fotografen als ideal. Die beiden Rahmen könne man als ein Paar symbolisieren mit vielerlei Berührungspunkten. Die Form der Quadratur bezeichnete Hochstätter als Symbol für das Festgefügte und Gleichmäßige. "Das Kunstobjekt ist nicht nur ein Formspiel, sondern man findet in ihm auch einen tieferen Sinn", stellte der Kunstprofessor fest.
Kulturamtsleiter Tonio Paßlick erinnerte daran, dass der Künstler Bernd Goering in der Stadt kein Unbekannter ist, hatte er doch schon zur Landesgartenschau die von der Sparkasse Markgräflerland finanzierten 13 Stelen geschaffen, die jetzt vor dem Stapflehus stehen.

 

Badische Zeitung vom 20. August 2003:

Wohl durchdachte Skulptur
Goerings Objekt im Haltinger Ortskern errichtet / Stiftung der Sparkasse übernimmt Kosten


WEIL AM RHEIN-HALTINGEN (hf). Darüber wird man in Haltingen reden: Das Objekt des Egringer Künstlers Bernd Goering, das gestern auf dem Rathausplatz errichtet wurde, lässt Raum für vielfältige Assoziationen.

Auf jeden Fall, darin waren sich OB Wolfgang Dietz, Ortsvorsteher Christoph Huber, Sparkassendirektor Georg Belle, Kulturamtsleiter Tonio Paßlick und Kunstprofessor Hans H. Hofstätter einig, erhält Haltingens Ortsmitte damit einen attraktiven Blickfang. Und dies völlig kostenlos, da die Kunst- und Kulturstiftung der Sparkasse Markgräflerland die Kosten für Objekt und Fundament, immerhin 23 500 Euro, komplett übernimmt. Die Umgestaltung des Platzes trägt ein privater Sponsor, der nicht genannt werden will.
Goering und Hofstätter erläuterten die imposante Skulptur. Zum einen spielt das Material, Beton, auf jenen Haltinger "Zementer" an, der in dem Bauernhaus wohnte, das einst auf diesem Platz gegenüber der Ortsverwaltung stand. Zum anderen betont die Skulptur die Tatsache, dass der Platz von Brautpaaren nach der Trauung als Fotokulisse genutzt wird. Die beiden jeweils drei Tonnen schweren Quadrate, die ein gemeinsames Fundament haben, eine eindimensionale Symmetrie aber konsequent verweigern, bieten nun wortwörtlich einen Rahmen dafür.
Das Rahmenpaar, so der Experte, symbolisiere Festigkeit, aber auch eine über die gemeinsamen Berührungspunkte hinaus gehende Bewahrung der Individualität. Es sei somit Symbol einer idealen Partnerschaft, wie sie auch zwischen Stadtteil und Stadt herrschen sollte. Die Einweihung ist am 4. Oktober beim Markgräfler Einkaufstag.

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